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Prof. Dr. Paul Schmücker



Prof. Dr. sc. hum. Paul Franz Schmücker wurde zum 01. Mai 2002 von der Hochschule Mannheim in die Fakultät für Informatik als Professor für das Lehrgebiet Medizinische Informatik berufen. Vom 01. September 2004 bis 30. September 2006 war er Dekan der Fakultät für Informatik. Seit dem 01. März 2007 leitet er das Institut für Medizinische Informatik und ist seit Wintersemester 2007/08 Leiter des Studiengangs „Medizinische Informatik“.

Prof. Schmücker studierte Informatik mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Universität Kiel. Seine anschließende berufliche Tätigkeit in der Medizinischen Informationsverarbeitung umfasst einen Zeitraum von 25 Jahren. Diese begann mit der Mitarbeit in der Forschungsgruppe Membranbiophysik des Physiologischen Instituts der Universität Kiel. Danach arbeitete er am Institut für Medizinische Informatik der Universität Gießen sowie in der Abteilung Medizinische Informatik und im Zentrum für Informationsmanagement des Universitätsklinikums Heidelberg. In Gießen und Heidelberg war er in leitender Funktion mit der Planung und Koordination der Informationsverarbeitung und mit der Durchführung von Projekten im Bereich der Patientenversorgung betraut. Von 1982 bis 2001 war Prof. Schmücker Projektleiter oder Lenkungsausschussvorsitzender von mehr als 25 IT-Projekten in den Universitätsklinika Gießen und Heidelberg. Darüber hinaus übernahm er Aufgaben in Lehre und Forschung.

Im Jahr 1998 erlangte er den akademischen Grad Doctor scientiarum humanarum an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Die Arbeitsschwerpunkte von Prof. Schmücker liegen auf den Themen „Strategisches und taktisches Informationsmanagement im Gesundheitswesen“, „Workflow im Krankenhaus“, „Elektronisches Dokumentenmanagement und digitale Archivierung“, „Elektronische Patientenakte“, „Elektronische Gesundheitsakte“, „Elektronische Gesundheitskarte“, „Gesundheitstelematik und telemedizinische Anwendungen“, „Klinische Arbeitsplatzsysteme“, „Rechtsfragen zur Dokumentation, Kommunikation und Archivierung im Gesundheitswesen“ und „Bewertung von Informationssystemen des Gesundheitswesens“. Zu diesen Themen ist er auf zahlreichen Tagungen und Seminaren als Redner vertreten. Außerdem kann er auf über 150 Fachaufsätze in Zeitschriften oder Sammelbänden verweisen. Er ist Veranstalter von über 30 Fachkonferenzen zu elektronischen Dokumentenmanagement- und Archivierungssystemen oder rechnerunterstützten Informationssystemen des Gesundheitswesens.

Im Sommer 2001 hat er die Konsortialführerschaft im Verbundprojekt „ArchiSig - Beweiskräftige und sichere Langzeitarchivierung digital signierter Dokumente“ übernommen, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wurde. Dieses Projekt wurde im Dezember 2005 mit einer großen Fachkonferenz im BMWi in Berlin abgeschlossen. Schwerpunkte des Verbundprojektes waren die IT-Sicherheit in Informationssystemen und die Beweiskraft digital erzeugter Dokumente bei juristischen Auseinandersetzungen.

Ferner hat er federführend das Gutachten „SEPA BaWü - die sektorenübergreifende elektronische Patientenakte: Spezifikation für prototypische Anwendungen zur rechnerunterstützten regionalen Informationsversorgung im Gesundheitswesen des Landes Baden-Württemberg“ für das Sozialministerium Baden-Württemberg und das Gesundheitsforum Baden-Württemberg erarbeitet.

Neben vielen weiteren Arbeiten hat er auch federführend den Leitfaden für das rechnerunterstützte Dokumentenmanagement und die digitale Archivierung von Patientenunterlagen im Gesundheitswesen erarbeitet. In der Zwischenzeit wurde dieser in einer zweiten Ausgabe insbesondere um das Thema Elektronische Signaturen erweitert.

Prof. Schmücker war von 1993 bis Ende 2007 Leiter der Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e. V.; seit 1997 ist er Mitglied im GMDS-Fachausschuss „Medizinische Informatik“ und Mitglied im Vorstand des Vereins „Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck e.V.“, seit 2005 Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe „Informationssysteme im Gesundheitswesen“ und seit 2008 stellvertretender Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“. Seit Oktober 2006 ist er stellvertretender Leiter des GMDS-Fachausschusses „Medizinische Informatik“, im Oktober 2008 hat er die Leitung des Fachausschusses übernommen. Seit 2009 ist er außerdem Vorsitzender des Beirats des Competence Centers für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen e. V. (CCESigG).

 

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